Pumpkin spice and everything Maine

Saftig, würzig und unwiderstehlich weich: Diese Kürbis-Whoopie-Pies mit Frischkäsefüllung bringen ein Stück Herbst aus Maine direkt in deine Küche.

Interview mit Michelle Morey,
Geführt von Patrick F. Albertson

Für alle, die sie noch nicht kennen: Ein Whoopie Pie besteht im Grunde aus zwei weichen Schokoladenkuchenhälften, zwischen denen sich eine Vanille- oder Cremefüllung befindet. Wo genau diese süße Spezialität ihren Ursprung hat, ist bis heute umstritten. Fest steht jedoch, dass ihre Wurzeln in Neuengland liegen – und für uns ganz besonders in Maine. Hier begegnet man ihnen überall: in Bäckereien, an Tankstellen und bei Kuchenbasaren in Schulen. Sie sind aus der kulinarischen Tradition Maines nicht wegzudenken. Tatsächlich hat der Bundesstaat den Whoopie Pie sogar offiziell zu seiner typischen Süßspeise erklärt. Und das ist noch nicht alles: Jeden Juni findet hier sogar das Maine Whoopie Pie Festival statt. Um mehr über diese regionale Spezialität zu erfahren, haben wir mit Michelle Morey gesprochen. Die in Maine geborene Köchin und Bäckerin teilt auf ihrer Website barefootinthepines.com ihre Leidenschaft für traditionelle Gerichte aus Neuengland, die sie mit frischen, regionalen Zutaten zubereitet. Im Gespräch mit Sebago verrät sie uns ihre persönliche Interpretation eines echten Klassikers: des köstlichen Maine Whoopie Pie.

Du bist in Maine geboren und aufgewachsen. Wie beeinflussen die Landwirtschaft und die kulinarischen Traditionen des Bundesstaates deine Rezepte?

Die besondere Atmosphäre Maines ist genauso wichtig wie seine Traditionen. Essen ist hier eng mit Orten und Erinnerungen verbunden. Man denkt zum Beispiel an Fish and Chips bei Ken’s Seafood oder an ein Lobster Roll in der Nähe des Leuchtturms Portland Head Light. Wenn ich neue Rezepte entwickle, lasse ich mich von genau diesem Gefühl für die Jahreszeiten und dieser Nostalgie inspirieren: von Gerichten, die man nur während eines Sommers in Maine genießen kann, von dem, was man kocht, wenn die Gartensaison vorbei ist, oder von Speisen, die einen nach dem Schneeschaufeln wieder aufwärmen.

Die Landwirtschaft in Maine ist bodenständig und im ganzen Bundesstaat von ähnlichen Produkten geprägt: wilde Blaubeeren, Kartoffeln, Fisch und Meeresfrüchte sowie kräftiges Wintergemüse. Es ist erstaunlich, dass man unabhängig davon, aus welcher Region man stammt, von Süd-Maine bis zur Downeast-Region dieselben Zutaten und Rezepte findet. Das Essen ist wie ein unsichtbarer Faden, der uns alle miteinander verbindet.

Obwohl ihre Herkunft noch immer diskutiert wird, sind viele Menschen in Maine überzeugt, dass die Whoopie Pies hier erfunden wurden. Wann bist du ihnen zum ersten Mal begegnet und wann wurde dir bewusst, dass sie eine so besondere regionale Spezialität sind?

Whoopie Pies gehören schon immer zu meinem Leben! Ich kann mich an keine Zeit erinnern, in der es sie nicht in kleinen Lebensmittelgeschäften, Pizzerien oder gelegentlich auch im Büro gab. Erst als ich anfing, mit Menschen außerhalb Neuenglands zu sprechen, wurde mir klar, dass Whoopie Pies nicht überall verbreitet sind. Und als Maine sie offiziell zu seiner typischen Süßspeise erklärte, habe ich wirklich verstanden, wie stark sie mit unserer Region verbunden sind – und wie stolz wir darauf sind.

Meine schönste Erinnerung ist allerdings mit dem Rezept der Großmutter meines Mannes verbunden. Ich habe die Whoopie Pies zu seinem Geburtstag gebacken. Es war das erste Mal, dass ich sie komplett selbst gemacht habe, und sie waren unglaublich lecker. Seitdem bin ich ihnen endgültig verfallen.

Warum hast du dich gerade für dieses Rezept entschieden? Es ist eine perfekte Neuinterpretation eines Klassikers aus Maine. Aber mal ehrlich: Wird es in den USA mit Pumpkin Spice nicht langsam etwas übertrieben?

Niemals! Man könnte mich ruhig mit einem Glas Pumpkin Spice begraben! Ich liebe die Idee, im Herbst Kürbis-Whoopie-Pies zuzubereiten. Gerade an den Feiertagen macht es viel mehr Spaß, sie zu backen als einen traditionellen Kürbiskuchen.

Besonders gerne bereite ich sie zu Thanksgiving zu. Sie sind wesentlich einfacher zu machen als eine Pumpkin Pie und bringen eine originelle, verspielte Note auf den Desserttisch. Wenn die Gäste keinen ganzen Whoopie Pie möchten, lassen sie sich ganz einfach halbieren. Außerdem kann man sie problemlos transportieren! Mit der Zeit werden sie etwas klebrig. Wenn ihr sie also übereinanderstapeln möchtet, legt am besten zwischen jede Schicht ein Stück Backpapier. Und da die Füllung auf Frischkäse basiert, solltet ihr sie unbedingt im Kühlschrank aufbewahren.

Zubereitung - Whoopie Pies zubereiten

  1. Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  2. In einer Schüssel Mehl, Backpulver, Natron, Zimt, Pumpkin-Pie-Gewürz und Salz mit einem Schneebesen vermischen. Beiseitestellen.
  3. In einer großen Rührschüssel braunen Zucker, Pflanzenöl, Kürbispüree und Vanille auf niedriger Stufe etwa 30 Sekunden lang verrühren, bis eine glatte, gleichmäßige Masse entsteht.
  4. Die Eier einzeln hinzufügen und jeweils gut unterrühren.
  5. Die trockenen Zutaten zu den feuchten Zutaten geben und auf niedriger Stufe nur so lange verrühren, bis alles gerade eben vermischt ist. Mit einem Teigschaber den Boden und die Seiten der Schüssel abstreifen und den Teig abschließend noch einmal durchrühren, bis keine Mehlspuren mehr zu sehen sind. Der Teig sollte eher einem dickflüssigen Kuchenteig als einem festen Keksteig ähneln.
  6. Jeweils etwa 2 Esslöffel Teig auf die vorbereiteten Backbleche geben und dabei einen Abstand von etwa 5 cm zwischen den Portionen lassen.
  7. 10–15 Minuten backen, bis die kleinen Kuchen aufgegangen sind, die Oberfläche trocken ist und bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr haften bleibt.
  8. Die Whoopie-Pie-Hälften 4–5 Minuten auf dem Backblech abkühlen lassen und anschließend auf ein Kuchengitter legen, bis sie vollständig ausgekühlt sind. Nicht zu lange auf dem heißen Blech liegen lassen, da die Unterseiten sonst zu weich werden und sich nur schwer umsetzen lassen. Währenddessen die Füllung zubereiten.

Füllung zubereiten

  1. Frischkäse und Butter in einer großen Schüssel mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine mit Flachrührer auf mittlerer Stufe etwa 20–30 Sekunden lang cremig und glatt rühren.
  2. Puderzucker und Vanille hinzufügen. Zunächst 15–20 Sekunden auf niedriger Stufe verrühren, anschließend auf mittlere Stufe erhöhen und weitere 2 Minuten aufschlagen, bis die Creme leicht, luftig und geschmeidig ist.
  3. Jeweils etwa 2 Esslöffel Füllung auf die flache Unterseite der Hälfte der Whoopie-Pie-Hälften geben und mit den übrigen Hälften zusammensetzen.
  4. Die fertigen Whoopie Pies 20–30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, damit die Füllung fest wird und sie sich leichter genießen lassen!

Hinweise & Tipps

  • Reines Kürbispüree verwenden, keine fertige Pumpkin-Pie-Füllung.
  • Wenn die Zutaten vor der Zubereitung Raumtemperatur erreichen, wird die Creme besonders glatt und geschmeidig.
  • Die fertigen Whoopie Pies bis zum Servieren zwischen Lagen aus Backpapier oder Wachspapier aufbewahren, damit sie weder aneinander noch an den Tellern kleben bleiben.

Newsletter

Exclusive perks await!

Weekly exclusive news and ideas. Begin your journey and enjoy 10% off your first order.