Eine Entdeckungsreise durch Maines reiches Leuchtturmerbe
Schnüren Sie Ihre Docksides und begleiten Sie uns auf eine Entdeckungsreise entlang der spektakulären Küste von Maine, die von mehr als sechzig historischen Leuchttürmen gesäumt ist. Einst lebenswichtige Orientierungspunkte für erschöpfte Seeleute in den gefährlichen Gewässern Maines, erzählt heute jeder Leuchtturm seine eigene Geschichte und bietet faszinierende Einblicke in das nautische Erbe des Bundesstaates.
Von imposanten Türmen auf schroffen Klippen bis hin zu malerischen Leuchtfeuern in abgeschiedenen Buchten – kein Wunder, dass Maine als der „Leuchtturmstaat“ bekannt ist.
Kommen Sie an Bord, während wir sieben der interessantesten historischen Wahrzeichen entlang der Küste Maines erkunden.
Leuchtturm Egg Rock
Unser erster Halt ist ein architektonisch einzigartiger Leuchtturm auf Egg Rock, einer kleinen Insel am Eingang der beeindruckenden Frenchman Bay. Statt der klassischen runden Form besteht der Leuchtturm aus einem quadratischen, rund zwölf Meter hohen Turm, der aus dem darunterliegenden Wärterhaus herausragt. Da er nicht zu Fuß erreichbar ist, betrachten wir ihn vom Boot aus und erkennen trotz des Regens seine gedrungene Silhouette und das rote Warnlicht, das alle 40 Sekunden aufleuchtet.
Erbaut im Jahr 1875, diente der Leuchtturm einst der Kontrolle des zunehmenden Fährverkehrs. Mit etwas Glück lassen sich hier auch Robben beobachten, die auf den Felsen neben dem Turm ruhen.
Leuchtturm Owls Head
Weiter entlang der Küste erreichen wir den Owls Head Lighthouse, einen der kleineren und charmantesten Leuchttürme Maines. Bei gutem Wetter genießen wir den Blick auf die umliegende Meereslandschaft. Obwohl der Turm nur etwa neun Meter hoch ist, thront er auf einem Felsen mehr als zwanzig Meter über dem Meeresspiegel.
Auf dem Weg hinab zum Wärterhaus denkt man unweigerlich an alte Legenden und Schiffbrüche. Seit 1825 warnt der Leuchtturm Schiffe vor der Küste – darunter auch eine Geschichte über einen Rettungshund namens Spot, der angeblich Seeleute vor drohender Gefahr bewahrte.
Leuchtturm Marshall Point
Unser nächster Halt ist der Marshall Point Lighthouse, der 1832 erbaut wurde, um Schiffe im Hafen von Port Clyde zu leiten.
Bei unserer Ankunft in der Dämmerung liegt das Meer ruhig unter dem warmen Licht des Sonnenuntergangs. Der schwarz-weiße Rundturm strahlt klassischen New-England-Charme aus und ist über einen malerischen Holzsteg mit dem Wärterhaus verbunden, in dem sich heute ein Museum befindet. Der Leuchtturm ist ein beliebtes Fotomotiv und war sogar im Film Forrest Gump zu sehen. Seit 1988 gehört er zum National Register of Historic Places.
Leuchtturm von Pemaquid Point
Am nächsten Morgen setzen wir unsere Reise zum Pemaquid Point Lighthouse fort, der auf einem von der See geformten Felsvorsprung steht.
Am Eingang der Muscongus Bay gelegen, bietet er einen beeindruckenden Blick auf die Küste Maines. Der Leuchtturm wurde 1827 auf Anordnung von Präsident John Quincy Adams errichtet und war 2003 der erste Leuchtturm, der auf einer US-Münze abgebildet wurde. Seine originale Fresnel-Linse ist bis heute in Betrieb und macht ihn zu einem authentischen Zeugnis maritimer Geschichte.
Leuchtfeuer Doubling Point
Doubling Point Light unterscheidet sich von unseren bisherigen Zielen, da er an einem Fluss liegt – dem Kennebec River auf Arrowsic Island. Wir erreichen ihn außerhalb der Besuchszeiten und genießen die Ruhe dieses besonderen Ortes. Die achteckige Holzkonstruktion mit weißen Schindeln hebt sich eindrucksvoll vom Sonnenuntergang ab.
Der Leuchtturm wurde im späten 19. Jahrhundert errichtet, um Schiffe zu einem der wichtigsten Schiffbauzentren Maines zu führen. Heute ist er sowohl ein Aussichtspunkt von außergewöhnlicher Schönheit als auch ein stilles Denkmal maritimer Tradition.
Leuchtturm Cape Elizabeth
Entlang der Küste in Richtung des Hafens von Portland eröffnet sich uns der Blick auf den Cape Elizabeth Lighthouse, einen der fotogensten gusseisernen Leuchttürme Neuenglands. Noch heute dient er als aktives Navigationshilfsmittel.
Trotz ruhiger See ist dieser Küstenabschnitt für seine Gefährlichkeit bekannt. Besonders in Erinnerung bleibt eine Rettungsaktion aus dem Jahr 1855, bei der der Leuchtturmwärter zwei Seeleute aus den eisigen Fluten rettete und dafür mit der Goldenen Lebensrettungsmedaille ausgezeichnet wurde.
Leuchtturm Nubble
Unsere Reise endet am Nubble Lighthouse auf Cape Neddick.
Trotz Regen und rutschiger Felsen werden wir mit einem spektakulären Sonnenuntergang belohnt. Das weiße Wärterhaus mit rotem Dach und der ikonische Turm machen den Leuchtturm zu einem der meistfotografierten in ganz Maine.
Er wurde 1879 errichtet, nachdem mehrere Schiffsunglücke die Gefährlichkeit dieser Küste deutlich machten. Heute steht Nubble Light als stolzer Hüter von Maines Leuchtturmerbe – gestern wie heute.
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